CHEVY VEGA Der größte Reinfall?
Hallo Jungs! Anbei ein Artikel von 1980. Die Überschrift ist wieder aktuell! Es ist nur noch viel dicker gekommen! Beim Aufräumen habe ich Zeitungen aus der Zeit des ersten Booms 1978 – 1980 gefunden. Bei Interesse bitte melden! Gruß aus Hamburg, Kurt Radziwill
Hallo Kurt, besten Dank für die Zusendung, und natürlich haben wir an solch historischem Material immer Interesse! Der Artikel aus der Rubrik „Motor und Straße“ der Hamburger Morgenpost vom 19./20. Juli 1980 ist in verschiedener Hinsicht interessant. Diejenigen, denen die späten Siebziger- und frühen Achtzigerjahre noch im Gedächtnis sind, werden sich möglicherweise auch noch an den US-Car-Boom, der damals in Deutschland herrschte, erinnern. Der Artikel zeigt, wie viele andere aus der Zeit auch, dass infolgedessen selbst die Tagespresse vom Thema US-Car zunehmend Notiz nahm. Dann beschreibt der Artikel eindrucksvoll, warum der Chevrolet Vega, um den es hier geht, aus damaliger Sicht als „größter Reinfall der Automobilgeschichte“ galt: Der Kleinwagen sollte Anfang der Siebziger der anhaltenden Flut von kompakten Importwagen aus Europa und Japan Einhalt gebieten, was jedoch wegen gravierender Fehler bei der Planung und Fertigung gründlich misslang. Ein Vorserienfahrzeug soll aufgrund dessen nach nur acht Testmeilen buchstäblich auseinandergebrochen sein! Interessant ist auch, dass hier der frühere GM-Manager John Z. DeLorean zu Wort kommt, und der hat bekanntermaßen ein paar Jahre später mit seiner „DeLorean Motor Company“ selbst sein persönliches Fiasko erlebt. Aber zum Thema, dass die Überschrift „Die Chevy-Leute schämten sich“ wieder aktuell wäre: In der Tat muss man sich die Frage stellen, ob es dem Image zuträglich war, die Korea-Daewoo als Chevrolet zu lancieren. Aber trotz allem hat Chevrolet mit dem aktuellen Camaro immerhin doch auch wieder ein tolles Auto auf dem Markt, das sogar bei uns vermehrt Käufer findet, oder?